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Schlafen und Schnarchen: Hilft die Schnarchschiene (und was kann man sonst noch tun)

Wer schläft, erholt sich. Diese Binsenweisheit ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt und nachgewiesen, seit der Erfindung des Schlaflabors konnten Forscher immer neue Erkenntnisse über diesen Ruhezustand des Menschen (und der Tiere natürlich auch) herausfinden. Unsere Organe und Körperfunktionen beginnen sich im Schlaf zu regenerieren, zahlreiche Prozesse sinken auf ein Mindestmaß, während andere auf Hochtouren zu laufen beginnen. Im Ganzen durclaufen wir verschiedene Schlafphasen, die allesamt durch eine spezielle Aktivität unseres Gehirns und durch eine entsprechende Schlaftiefe gekennzeichnet sind. Freilich kann Schlaf auch gestört werden, etwa durch innere Unruhe, Lärm und Licht, Stress und weitere Umweltfaktoren.

Eine besonders deutliche Störung der eigenen Nachtruhe kann das Schnarchen hervorrufen, immer wieder, so die Schätzungen, leiden Menschen am permanenten oder wiederkehrenden Schnarchen ihres Partners und sind deshalb tagsüber unausgeschlafen, gereizt und wenig aktiv. Das Schnarchen selbst ist mittlerweile gut untersucht und es gilt nicht selten sogar als gesundheitsgefährend für den eigentlichen Schnarcher. Grundsätzlich wird angenommen, dass weltweit und abhängig vom Lebensalter etwa sechzig Prozent der Männer und etwa vierzig Prozent der Frauen nächtliche Atemgeräusche durch die Nase ausstoßen, sie schnarchen zum Teil erheblich – bekommen es aber kaum mit! Vielfach gelten so manche Scharchattacken als unerheblich, ja normal, schließlich ist oft die Nase verstopft oder ausgetrocknet und die Betroffenen bekommen nur durch den Mund ausreichend Sauerstoff. Dann sorgt ein simpler Reflex für die Mundatmung – und das Schnarchen stellt sich zwangsläufig ein!

Warum und wie wir schnarchen

Grundsätzlich gibt es für das Schnarchen verschiedene Ursachen. Hervorgerufen wird das Phänomen durch gewissermaßen flatternd sich bewegende des Gaumens wie des Zäpfchens, manchmal spielen auch der Zungengrund oder der Rachen selbst eine Rolle. Relativ häufig ist auch eine gehinderte Nasenatmung verantwortlich. Wer schnarcht, leidet demnach in irgendeiner Form an einer Behinderung der Atemwege. Das im Schlaf schlaffe Segel des Gaumens flattert demnach wie eine Fahne im Wind des Atems. Der Sog des Atmens führt dann zum Schnarchgeräusch. Manchmal bewegt sich das Segel des Gaumens auch normal und der Hinterteil der Zunge fällt in den Rachen zurück. Auch dies führt zum Schnarchen.

Zumeist tritt Schnarchen zudem in Abhängigkeit zur jeweilige Schlafhaltung und damit zur Körperlage auf: Beim Liegen auf dem Rücken ist zum Beispiel der Unterkiefer nicht abgestützt, weshalb der Betroffene die Luft durch den Mund einzuatmen beginnt. Der Körper freilich neigt zur Änderung der Lage, wenn die Sauerstoffzufuhr gestört erscheint.

Weitere Faktoren sind Übergewicht, seltener die genetische Disposition. In beiden Fällen ist der Körper gezwungen zu schnarchen, da die dem entgegenwirkende Körperspannung nicht in in jeder Lage ausreicht. Außerdem können Alkohol und Medikamente, vor allem Beruhigsmittel und Psychpharmaka für das Schnarchen verantwortlich sein. Untersuchungen sollten deshalb auch stets solche Faktoren in der Diagonse berücksichtigen.

Geschnarcht wird völlig unterschiedlich. Es gibt Leute, die schnarchen bei einem Schnupfen schließlich ist dann die Sauerstoffaufnahme durch die Nase empfindlich gestört. Andere wiederum sägen und rattern so gut wie jede Nacht, teilweise erreichen sie dabei hohe Dezibelgrenzen. Nicht selten wachen Schnarcher sogar auf, ein Umstand, der unbedingt beobachtet werden sollte! Es sind in diesen Fällen sogar Atemaussetzer und Atemstillstand möglich, da der Rachen ständig in sich zusammenfällt und bis zu hundert Mal in der Nacht gewissermaßen nach Luft geschnappt wird. Darunter leidet natürlich der Kreislauf, die Durchblutung und die sonst im Schlaf durchzuführenden Prozesse zur Regeneration sind stark behindert.

Die mit Abstand extremste und gefährlichste Erscheinung von Schnarchen ist die sogenannte „Schlafapnoe.“ Der Schlaf ist gestört, Atemstillstand ist keine Seltenheit. Zudem stellen sich in der Regel starke Angstträume ein, die auch auf den Sauerstoffmangel zurückzuführen sind. Atemwege und die Atmung selbst wird stark intensiviert, kostet aber im Gegenzug Kraft und führt zu erhöhtem Blutdruck – im Schlaf! Betroffene wachen auf und ringen nach Luft. Starkes Herzklopfen ist keine Seltenheit. Die meisten solcher Stressreaktionen laufen allerdings im Verborgenen ab, was die Gefahr noch erhöhen mag. Gerade deshalb sind die betroffenen Partner aufgerufen, mit dem Schnarcher selbst über das Problem zu sprechen, da sonst mit der Zeit ernste Schäden auftreten können.

 

Was gegen Schnarchen hilft

Schnarchen gilt als eindeutiges Phänomen – mit einer Vielzahl an Ursachen. Deshalb ist eine Behandlung des Problems nicht so einfach möglich, erst sollten die Gründe für die Attacken genaustens untersucht werden. Oft helfen schon kleinere Maßnahmen, die jeder selbst durchführen kann, manchmal sind technische Hilfsmittel oder gar eine Operation unausweichlich.

Beginnen wir mit der Schlafposition. Liegt der Kopf sehr tief, schwellen bei einigen Personen die Schleimhäute der Nase an, was wiederum zur Verengung und damit einhergehendem Schnarchen führen kann. Dagegen hilft nur: Kopf hoch lagern – doch nicht zu hoch! Denn befindet sich der Kopf in einer deutlich erhöhten Position, ist Schnarchen ebenso möglich, zudem wird der Atemkanal verengt, was die gefährliche Schlafapnoe begünstigt. Es empfiehlt sich, dies auszuprobieren und dann konsequent die gefundene Kopfhaltung beizubehalten. Wie erwähnt, ist auch die Rückenlage ein Verursacher, weshalb die Betroffenen vielleicht ein Lagetraining absolvieren sollten. Dies kann durch das Nutzen einer Schlafweste geschehen, die beispielsweise auf dem Rücken kleine Bälle enthält. Werden diese im Schlaf verspürt, dreht sich der Körper automatisch auf die Seite oder auf den Bauch. In vielen Fällen kann auch eine Schnarchschiene hilfreich sein. Mehr Informationen dazu entnehmen Sie bitte auf der Seite http://snorflex.de

Weiterhin sollte auf die Einnahme von Alkohol zumindest in den Stunden vor dem Schlafengehen verzichtet werden. Auch ist die Verabreichung von Beruhigungsmitteln, vor allem von Psychopharmaka, nicht sonderlich ratsam, weshalb das auf ein Mindestmaß zu reduzieren ist.

Wer an Übergewicht leidet, muss abnehmen. Das ist leider unausweichlich, lagert sich Fett doch auch im Rachenbereich ab und führt zu einer weiteren Verengung der Atemwege. Fallen Diät oder Sport sehr schwer, hilft der behandelnde Arzt, vielleicht auch durch eine Magenverkleinerung.

Schwieriger sind natürlich Behandlungen von Allergien, allen voran die besonders komplizierte Überreaktion gegenüber den Milben des Hausstaubes. Manche Menschen leiden auch beim Kontakt mit Daunenfedern. In diesen Fällen empfiehlt sich die Verwendung synthetischer Einlagen, die Hersteller von Bettzeug haben bereits antiallergische Füllungen entwickelt. Kissen wie Decken sind alle paar Wochen zu waschen, der Bezug selbst ist jede Woche zu wechseln. In sehr schweren Fällen von Allergien hilft zudem eine Hyposensibilisierung, bei der Allergiker langsam an den verursachenden Stoff gewöhnt werden und das Immunsystem mit der Zeit die Überreaktion einstellt. Auch dabei ist natürlich der Hausarzt oder noch besser, der Allergologe der erste Ansprechpartner.